SPD Fraktion zu Besuch beim Institut für Fenstertechnik

140730_SPD-Fraktion_Stadtrat_ift-Rosenheim_01_Gruppenbild_kleinForschen, Nachweisen, Zertifizieren, Weiterbilden, so beschreibt das Institut für Fenstertechnik in Rosenheim ihre Arbeit in vier kurzen Worten. Diese vier Worte haben es allerdings in sich, stellte der Fraktionsvorsitzende Robert Metzger nach dem 2-stündigen Rundgang durch die Räume, Labore und Hallen des Instituts fest.

Aber auch in Geschäftszahlen beeindruckt das Institut unter der Führung von Herrn Prof. Ulrich Sieberath: 491 Unternehmen  aus 56 Staaten, 1.208 Überwachungs- und Zertifizierungsverträge in 31 Ländern, 186 Mitarbeiter, darunter 130 Ingeneure, Physiker und Techniker und ein Gesamtumsatz von 17,8 Millionen Euro im Jahr 2013 machen das Institut zu einem „Global Player“ in der Branche.

Klein angefangen, aber schnell gewachsen könnte  man die Firmenentwicklung in einem Satz beschreiben. Im Jahr 1966 gegründet mit einigen wenigen Räumen in einem Einfamilienhaus in der Aisingerwies, Umzug und Erweiterung 1967 und 1973 und 1984 mit 40 Mitarbeitern ausgestattet. Im Jahre 1994 erneute Erweiterung in Rosenheim und 2001 neue Prüfstellen in Deggendorf und Nürnberg. 2006 und mit dann schon 100 Mitarbeitern kam das Institut erst in der Tegernseestraße an, bis es dann in der Theodor-Gietlstraße seinen derzeitigen Standort fand.140730_SPD-Fraktion_Stadtrat_ift-Rosenheim_02_Labor_klein

Doch es geht weiter! Im Gewerbegebiet „Oberfeld“ hat das Institut eine Fläche erworben und beabsichtigt dort unter anderem das Labor Brandschutz, das jetzt noch in Nürnberg seinen Standort hat, nach Rosenheim auf das Oberfeld zu holen. Man hätte gerne mehr Flächen erworben, was aber auf Grund der heterogenen Besitzverhältnisse nicht umsetzbar war. Robert Metzger freute sich über diese Entscheidung und sagte dem Institut weiterhin die Unterstützung der Fraktion zu. Man sei stolz auf die Leistung des Instituts, das den Namen Rosenheims in die Welt trägt und damit eine Botschafter Rosenheims ist. Auf die Frage, welche Anliegen man für die Zukunft hätte schmunzelte Herr Prof. Sieberath. Wir bräuchten ein erstklassiges Hotel in der Stadt. Das Institut, so führt er weiter aus, hat ca. 80 Veranstaltungen (Fachtagungen, Kongresse, Inhouseschulungen) im Jahr, mit ca. 2.500 Teilnehmern, die man bisher in Hotels nicht nur über die ganze Stadt, sondern auch den Landkreis Rosenheim verteilt. Einige der Veranstaltungen könne man schon nicht mehr in Rosenheim abhalten, weil die Übernachtungskapazitäten nicht ausreichen. Metzger entgegnete, dass schon einige große Hotelketten Rosenheim geprüft hätten und die Übernachtungszahlen nicht hoch genug wären, sagte aber zu das Thema Hotelstandort weiterhin politisch zu forcieren. Man werde sich in der Fraktion nochmals beraten, ob die Möglichkeit einer detaillierten Bedarfsanalyse an Übernachtungsbetten nicht nochmals „Schwung“ in das Thema bringen könnte.

Auf die Frage wo die zukünftigen Aufgaben des Instituts liegen, antwortete Prof. Siebert, dass man seit Jahren schon im Bereich der Energieeffizienz arbeite. Hier biete die Bauphysik noch vielfältige Möglichkeiten der Entwicklung und diese Entwicklung wolle man mitgestalten. Der Schwerpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wird sein, zusammen mit der Industrie neue grüne Technologien zu entwickeln und sie zur Marktreife zu führen.

Am Schluss des Rundgangs angekommen bedankte sich Robert Metzger ganz herzlich für den Einblick in die Arbeit der IFT´s.