5 vor 12 bei Verkehr und Wohnungen

Pressekonferenz_2016_1Zur diesjährigen Pressekonferenz lud die SPD um 5 vor 12 und wollte damit deutlich machen, dass nun endlich gehandelt und nicht nur geredet werden soll. Damit gemeint waren besonders die beiden Themen Wohnungsnot und Verkehr.

Das von der SPD entwicklete “Rosenheim Modell” könnte den Wohnungsbau merklich in Schwung bringen, so der Fraktionsvorsitzende Robert Metzger. Ganz konkret auf einen kurzen Nenner gebracht soll das Rosenheimer Modell  die Investoren neuer Baugebiete, an den daraus resultierenden Maßnahmen der Stadt, wie z.B.den Bau oer die Erweiterung, von Kinderbetreuungseinrichtungen, Schule und Jugendarbeit beteiligen. Dies kann in der Form geschehen, dass ein Teil der Flächen der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Mit diesen Flächen könnten dann bezahlbare Wohnungen durch die stadteigene GRWS gebaut werden. Zusätzlich könnten Förderungen durch den Bund und den Wohnungspakt Baern der bayr. Staatsregierung die Eigenbeteiligung der Stadt verringern, was wiederum in Form von preisgünstigen Mieten an die Bürger weitergegeben werden könnte.

Auch das Thema “Einheimischenmodell” will die SPD Stadtratsfrektion neu beleben, allerdings beschränkt auf Eigentumswohnungen. Der Grund liegt in den stark gestiegenen Grundstückspreisen, die von vielen Bürgern nicht mehr bezahlt werden können. Da Eigentumswohnungen weniger Flächenanteil haben, könnten diese eine Alternative für diejenigen sein, die weiterhin im Eigentum wohnen wollen.Pressekonferenz_2016_2

Auch den Verkehr bezeichnete Metzger als “never ending Story” und spielte darauf an dass auch hier nicht vorwärts geht. Für Metzger gibt es 3 vordringliche Probleme zu lösen:

  1. wie können wir die hohe Zahl an Einpendler verkehrlich besser in den Griff bekommen
  2. wie können wir den hohen Anteil von Fahrten mit max. 3 KM verringern
  3. welche Maßnahmen sind notwendig, um den Busverkehr bedarfsorientiert auszubauen

Für die SPD Fraktion liegen Lösungen auf der Hand, man muss sie nur wollen, meint Metzger und spielt damit auf die Untätigkeit der CSU an. Die Einpendlerthematik könnte man mit einem Park&Ride Angebot am Stadtrand lösen. Eine gute Erreichbarkeit (alle 15 Minuten in die Stadt und zurück) könnte eine Kombination von Stadtbus und Landkreis-ÖPNV gewährleisten. Im Übrigen wird schon längst eine stadtübergreifende Vernetzung mit dem Landkreis gefordert. Hier würde man “2 Fliegen mit einer Klappe” schlagen resümiert Metzger. Zur Verminderung des Kurzstreckenverkehrs gibt es nur ein Mittel, die Steigerung der Attraktivität mit dem Rad zu fahren.

Dazu müssten folgende Maßnahmen beschlosen werden:

  • einheitliche Radwegeführung durch die ganze Stadt, wo immer möglich durch einen Schutzstreifen
  • Radschnellwege zur besseren Anbindung an die Nachbarkommunen

Flankiert werden diese Maßnahmen durch eine Verbesserung des Busverkehrs, die wie folgt aussehen könnte:

  • benutzerfreundliche Linienführung um schnell an´s Ziel zu kommen, darunter auch Direktverbindung in den Aicherpark oder nach Happing ohne über die Innenstadt zu fahren
  • übersichtliche Fahrpläne
  • Fahrkartenautomaten in den Bussen

 

 

Schweres Zugunglück in Bad Aibling

schwarze_Schleife.svgIch bin tief erschüttert über die Nachrichten von dem schweren Zugunglück in Bad Aibling. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, die bei dem Zusammenstoß der zwei Züge ihr Leben verloren haben. Ich fühle mit den vielen, zum Teil schwer verletzten Menschen und hoffe auf deren baldige und vollständige Genesung.
Ein besonderer Dank gilt allen Rettungs- und Hilfskräften sowie den beteiligten Feuerwehren für ihren großartigen Einsatz in diesem schwierigen Gelände nahe der Mangfall.