Das Ende der Bogensiedlung

- Haushaltsausschuss des Landtages beschließt Hochschulerweiterung

Bogensiedlung _2„Wir hatten die Hoffnung, dass der bayrische Landtag dem Bau neuer, bezahlbarer Wohnungen gegenüber der Hochschulerweiterung in dieser Form den Vorzug gibt“, waren die die ersten Worte des Fraktionsvorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion als Reaktion auf die Entscheidung des Haushaltsausschusses des bayr. Landtages.

Schließlich hatten sich die Väter der Bayrischen Verfassung etwas dabei gedacht, als sie den Bau von Wohnungen für die bayrische Bevölkerung dort niederschrieben.

Art. 106

  • Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung.
  • Die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden.
  • Die Wohnung ist für jedermann eine Freistätte und unverletzlich.

Und Rosenheim als Stadt mit seinem außerordentlichen Bevölkerungswachstum  und seiner räumlicher Nähe zu München hätte dringend neue, bezahlbare Wohnung benötigt um dem immensen Wohnungsdruck, der unvermindert fort hält etwas entgegensetzen zu können.

„Der Tausch der beiden ungleichen Flächen (22.000qm gegen 10.000qm) hilft aus dabei wenig“ so die Vorsitzende der Rosenheimer SPD und Stadträtin Elisabeth Jordan. Sie spielt damit auf den Umstand an, dass es in Rosenheim für die Stadt bisher nicht möglich war, Flächen zu einem Preis zu erwerben, der den Bau bezahlbarer Wohnungen umsetzbar macht.

Wir müssen nun aber die Entscheidung akzeptieren, stellte Metzger fest und unser Engagement muss nun darauf liegen, dass die Mieter der Bogensiedlung nun gleichwertige Ersatzwohnungen auch  hinsichtlich der Miethöhe bekommen.

Metzger fordert aber gleichzeitig zu gemeinsamen Anstrengungen auf, die noch fehlenden Wohnungen in Quartiersnähe zur Bogensiedlung schnellstmöglich zu realisieren.

Was die Entscheidung über die Erweiterung der Hochschule betrifft, trage man diese aus grundsätzlicher Überzeugung, aber schweren Herzens mit. Bei all den inhaltlichen Differenzen habe die Rosenheimer SPD sich immer schon zum Hochschulstandort Rosenheim bekannt und deren bildungspolitischen Bedeutung und hinsichtlich zukünftiger Chancen für die Stadt auch stets anerkannt.

Aber mit ein bisschen Willen wäre beides möglich gewesen; eine Erweiterung der Hochschule und der Neubau bezahlbarer Wohnungen so Metzger und Jordan in Ihrem Schlusswort.

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