Klimawandel und Umweltschutz

Im September 2012 verabschiedete der Stadtrat im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts Rosenheim 2025 einen Handlungsleitfaden für ein integriertes Energie-, Klima-und Umweltschutzkonzept. Die Stadt strebte hierzu die Reduktion ihrer CO2-Emissionen um mindestens 40 Prozent bis 2025 an und wollte dafür schrittweise die verfügbaren Einspar-, Effizienz-und Erzeugungspotentiale ausschöpfen, um klimafreundliche Alternativen zu schaffen und eine nachhaltige Mobilität zu entwickeln.

2009 lagen die energiebedingten CO2-Emissionen bei knapp 450.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Dies entspricht ca. 7 Tonnen CO2 je Einwohner in Rosenheim. Haushalte verursachten dabei ca. 40 Prozent der Emissionen. Der Anteil des Verkehrs und der Unternehmen betrug jeweils 30Prozent
Gemäß des letzten Klimaschutzberichts der Stadt betrug die CO₂-Emission im Jahr 2017 insgesamt 389.000 Tonnen. Gemäß den Beschlüssen des Stadtrates 2012 hätte der CO2 Ausstoß aber nur  bei max. 367.000 Tonnen liegen dürfen. Damit wurden 22.000 Tonnen CO₂-Emission mehr ausgestoßen, als man sich zum Ziel gesetzt hatte. Das angestrebte Klimaziel wurde wieder nicht erreicht. Das Endziel, im Jahr 2025 den CO2 Ausstoß um 40 Prozent zu reduzieren, wird damit nicht erreicht werden.

Hauptgrund war und ist, dass die Mehrheit des Stadtrates nicht bereit ist, die Reduzierung des CO2 Ausstoßes im Verkehr anzugehen. Es muss uns aber bewusst sein, dass ohne diese Maßnahmen wir der Natur und der Umwelt nachhaltig großen Schaden zufügen.

Wir müssen daher unsere Klimaziele deutlich ernster nehmen, als wir das bisher getan haben.

Deshalb werde ich als Oberbürgermeister dafür sorgen, dass das ursprüngliche Klimaziel, den CO2 Ausstoß bis 2025 um 40 Prozent zu reduzieren, eingehalten wird.

Folgende Maßnahmen sind unverzüglich umzusetzen:

  • Schaffung einer Stabsstelle Klima- und Verkehrsmanagement
  • Erstellung eines Klimaplanes mit einer Bürgerbeteiligung
  • Verlagerung des Stadtverkehrs auf öffentliche Busse und Erhöhung des Anteils des Fahrradverkehr durch attraktive Umstiegsangebote
  • Ergänzung der Wärmeversorgung durch Nahwärmenetze
  • Angebote zur Altbausanierung
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