Fahrradfreundliche Stadt

Rosenheim hatte einmal ein sehr gut ausgebautes Fahrradwegenetz und war  in den 90er Jahren eine der „fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands“. Seit Jahren nun schon werden die Fahrradwege nicht mehr oder nur unzureichend saniert und erneuert. Viele Wege haben sich in „Rüttelpisten“ verwandelt, enden einfach irgendwo oder sind nicht mehr ausreichend markiert und ausgeschildert. Während viele Straßen für den Autoverkehr instand gesetzt wurden, hat man die besonderen Bedürfnisse der Radfahrerinnen und Radfahrer vernachlässigt.

Deshalb möchte ich als Oberbürgermeister in den nächsten 6 Jahren alle wichtigen Hauptverbindungen für Fahrradfahrerinnen und -fahrer wieder oder erstmals fahrradfreundlich ausbauen.

Dazu muss festgestellt werden, wer und zu welchem Zweck, mit dem Rad wohin muss – wir benötigen eine Bedarfsanalyse. Anschließend muss zusammen mit Planern und Bürgerinnen und Bürgern das dazu notwendige Streckennetz festgelegt werden. Dabei sollen die bereits vorhandenen und noch intakten Fahrradverbindungen berücksichtigt werden. Ziel ist es, die Strecken nach den heutigen Gesichtspunkten und für Fahrradfahrerinnen und -fahrer sicher zu gestalten und sie künftig auch so instand zu halten, dass diese Sicherheit erhalten bleibt.

3 Gedanken zu “Fahrradfreundliche Stadt

  1. Sehr geehrter Herr Metzger,
    Ein Hauptanliegen meinerseits ist eine bessere Verkehrspolitik in Rosenheim. Sicher hat der Vorgänger der jetzigen Oberbürgermeisterin vieles versäumt ( “In meiner Amtszeit wird keine neue Straße gebaut” ). Doch die jetzige Situation ist für alle Bürger Rosenheims ist schon lange nicht mehr zumutbar. Besonders in den letzten 5 Jahren ist Rosenheim nur noch eine Baustadt mit vielen Umleitungen. Das Problem ist, dass oft gleichzeitig mehrere Baustellen an Hauptverkehrsknotenpunkten in Angriff genommen werden. Die Ausführung der Bauarbeiten dauert meiner Meinung nach viel zu lange und wäre bei erhöhtem Personalaufwand in der Hälfte der Zeit zu bewerkstelligen.—Hohenofener Straße und Chiemseestraße ein halbes Jahr Bauzeit!!! Auf der Baustelle in der Luitpoldstraße sind wenig Arbeiter zu sehen. Der Verkehr quält sich langsam auf engen Behelfswegen vorbei. Die seit Jahren verlegten Fernwärmeleitungen in der ganzen Stadt tun ein übriges. Problem Mangfallstraße: Bereits 2012 sollte generalsaniert werden. Jetzt steht zu lesen, dass noch gar nicht alle Grundstücksverhandlungen für die Fußgängerwege abgeschlossen sind.
    Wahrscheinlich wird es 2014 wieder nichts. Teure Berliner Kissen für ca. 18.000.- € wären eine vermeidbare Ausgabe gewesen, zumal dort bei 30 kmh wegen der absolut schlechten Fahrbahndecke gar nicht schneller gefahren werden kann. Viele Leserbriefe können anscheinend bei der Stadt oder beim Tiefbauamt nichts bewirken. Der einzelne Schreiber kann hier nur gelegentlich seinen Frust ablassen. Wenn der einzelne zum gleichen Thema mehrmals im OVB schreibt, wird er sicher nicht mehr ernst genommen und als Querulant abgestempelt. Mir ist es unbegreiflich, dass sich trotzdem nur relativ weniger Bürger engagieren. Die meisten ertragen geduldig die nicht mehr zumutbaren Verkehrsbedingungen und das seit vielen Jahren. Ich habe hier nur einige Beispiele aufgeführt. Es ist anscheinend keine Ende der regen Bautätigkeit abzusehen. Der jüngste Schildbürgerstreich in meinem Stadtgebiet: Vier Fahrbahnverkehrsverengungen an der Kreuzung Kampenwandstr./ Heubergstr. ( s. auch ein Leserbrief und die Ausführungen (Contra) in der Stadtteilzeitung ( Verfasser Gerd Höglinger)). Ein weiteres Problem ist, dass der ganze internationale Schwerlastverkehr sich durch Rosenheim quält- ein Unding.
    Sehr geehrter Herr Metzger: Bitte setzen Sie sich im Stadtrat für eine bessere und nachvollziehbare Verkehrspolitik ein. So kann es nicht weitergehen! Mein Vorschlag: Weniger Baustellen und dafür eine Fertigstellung in wesentlich kürzerer Zeit.
    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Richter

    • Sehr geehrter Herr Richter,

      auch ich sehe die Verkehrspolitik in Rosenheim als dringend verbesserungswürdig. Deshalb ist einer meiner 4 Hauptanliegen (s. Homapage), die ich in Rosenheim anpacken möchte auch das Thema fahrradfreundliche Stadt.Ich bin überzeugt, dass dort ganz viel Potential im Sinne von Entlastung möglich ist. Aber auch die anderen Verkehrssysteme (Bus und Auto) bedürfen dringend einer Veränderung. Ich würde es unter dem Titel “Harmonisierung der Verkehrssysteme” führen wollen. Dazu wird auch das SPD-Programm noch einige Details enthalten, das dann im Januar 2014 vorgestellt wird.
      Was die Bauzeit im Tiefbau betrifft, rennen Sie bei mir “offene Türen” ein. Schon in der Hubertusstr. konnte man gut beobachten, dass tagelang, manchmal eine Woche lang keine Bauarbeiten feststellbar waren. Dies möchte ich dringend korrigieren und glaube, dass es möglich ist, den Firmen auch Zeitvorgaben geben zu können. Wenn diese dann nicht eingehalten werden, drohen vorher vereinbarte Konventionalstrafen.
      Da ich an der Mangfallstr. wohne und schon bei den letzten Haushaltsberatungen mich gegen die Verschiebung der Instandsetzung (vielleicht können sie sich an den großen Zeitungsartikel im OVB erinnern) gewehrt hatte, werde ich im Wahljahr damit ordentlich Druck machen, sollte das passieren. Zu den “Berliner Kissen” nur soviel, dass sie gute Dienste leisten. Nach den Montage, sind die Geschwindigkeitsverstöße drastisch nach unten gegangen. Dass sie bei dem Straßenzustand eigentlich nicht mehr notwendig wären, gebe ich Ihnen recht, aber die direkten Anwohner hatten darauf bestanden und ihre Bereitschaft zum Grundstücksverkauf zum Ausbau der Straße davon abhängig gemacht. Das Geld ist auch nicht rausgeschmissen, weil sie später an anderer Stelle verwendet werden können.
      Natürlich werde ich mich auch weiterhin für eine bessere Verkehrspolitik einsetzen, habe aber auch nur eine Stimme mit der ich das umsetzen kann. Leider sind die Mehrheitsverhältnisse in Rosenheim sehr CSU-lastig. Mehr wäre zu machen, wenn sich hier die Verhältnisse so ändern würde, dass dies Partei nicht alles im “Alleingang” beschließen kann. Am 16. März haben dazu sie als Wähler mit vielen anderen das Wort. Helfen Sie mit die Verhältnisse zu verändern.

      Ihr
      Robert Metzger

  2. Das mit den Bahn halte Punkten ist eine sehr gute Idee den bei uns ginge das ja super, und außerdem könnte ich mir gut vorstellen das dieses Angebot auch angenommen werden würde. Bei uns in Rosenheim müsste eh viel mehr gemacht werden in Sachen Öffentliche Verkehrsmittel das ist bei uns so etwas wie ein Stief Kind und wird wie ich finde sehr vernachlässigt. Für mich ist dies ein großes Thema!!!

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